Die Arve

Romanisch Dschember

Die Arve wächst langsam, für einen Meter braucht sie ca. 20 Jahre. Mit ihrer unbeugsamen Lebenskraft trotzt sie über Hunderte von Jahren Sturm, Schnee und Polarkälte bis -40°. Deshalb nennen viele Menschen den urtümlichen Wetterbaum respektvoll «Königin der Alpen».
 

In den Alpen bildet die Arve die obersten Wälder und klettert mehr Strauch als Baum bis in Höhen von 2500 m und darüber.

Tamangur und der Tannenhäher

das Geheimniss ihrer Freundschaft

Vor rund 80 Jahren lag der Arvenwald im Sterben. Weidewirtschaft und Übernutzung brachten ihn in Not. Der Hauptgrund war allerdings die rücksichtslose Jagd auf den Tannenhäher. Gerade dieser aber garantiert den Fortbestand des hochalpinen Urwalds, weil er die Arvennüsse als Vorräte im Boden versteckt und manchmal vergisst zu holen. Früher warf man ihm den Raub der Nüsse vor und bejagte ihn heftig, später erkannte man ihn als Nützling und war willkommen und geschützt. Das auf den ersten Blick nicht ersichtliche, wunderbare Zusammenspiel der Natur hält die Arven- und Häherpopulation bis heute im Gleichgewicht.

Arvennüsse

Die Arve ist die einzige Nadelbaumart mit 5 Nadeln pro Büschel. Sie wächst nicht nur sehr langsam, sie trägt auch am spätesten Früchte. Erst nach 60 Jahren blüht sie zum ersten Mal. Dabei leuchten die weiblichen Blüten als rotes Zäpfchen. Die essbaren Nüsse brauchen bis zu zwei Jahre zum Reifen.

 
 

Arvenregionen

Die Arven im Aletschwald im Wallis wachsen vereinzelt bis 2800 m. Auch das St.Gallische Murgtal ist ein Arvenreservat mit Beständen ohne Lärchenmischwald  bis in tiefere Lagen. Weitere grössere Arvenwälder (Zirben) finden sich in den österreichischen Alpen.

 

Erholung und Regeneration

Die beruhigende Wirkung des Arvendufts war schon unseren Vorfahren bekannt. So konnten zum Beispiel Wetterfühligkeit und Nervosität gelindert werden. 2003 belegte eine Studie des Human Research Instituts in der Steiermark die positive Wirkung von Arvenholz: Es schläft sich besser in einem Arvenzimmer. Die Herzfrequenz sinkt, Entspannung und Regeneration werden gefördert.
Das ätherische Öl eignet sich auch hervorragend zur Raumluftreinigung. Es hat zudem eine toxische Wirkung gegenüber Schädlingen (Motten, Bakterien, Schimmel).


 

 

Einzigartiger Duft

Der Arvenduft ist eine komplexe Kombination von über 100 Inhaltsstoffen. In den Holzzellen gespeichert verströmen sie über Jahrhunderte den frischen, balsamischen Geruch. Das ätherische Öl beruhigt und energetisiert bei körperlicher und geistiger Erschöpfung. Es stärkt das psychische Gleichgewicht. Bei erkältungsbedingten Beschwerden unterstützt es das Immunsystem,

wirkt schleimlösend und verbessert die Atmung.

 

 

Engadiner Arvenholz

Die Engadiner Forstleute haben mit dem Label «GOD» Mondholz eine geschützte Qualitätsmarke geschaffen. «GOD» heisst Wald auf romanisch. Die mindestens 250 jährigen Arven werden im Winter nach dem Mondkalender, wenn der Baum ruht und die Säfte abgestiegen sind, geschlagen. So trocknet das alpine Edelholz besser.  

Die Wälder werden nachhaltig
bewirtschaftet: Es wird nur soviel Holz geschlagen, wie in einem Jahr nachwächst.

 

Arvenwasser

Ein aus Engadiner Arvenholz gefertigter ArvenWirbel verschliesst die Karaffe, schützt den Inhalt und bereichert das Wasser mit angenehmen Duft und Geschmack.

Das Wasser bleibt länger frisch und man trinkt so täglich gesundes, alpines Wasser.
 


 

 

Werkstatt Ufficina Samedan

In der Werkstatt der Ufficina in Samedan wird mit dem einheimischen Mondholz geschreinert. Die Holzwerkstatt gehört zur Ufficina, eine Institution des Trägervereins Movimento, der auch Standorte mit der Butega in Scuol und dem Incontro in Poschiavo hat. Die Ufficina bietet betreutes Wohnen und Arbeiten für Menschen mit Behinderungen an.  

Acht Mitarbeitende sind am
Arvenprojekt von Aromalife beteiligt. Sie produzieren die ArvenQuader in Handarbeit. Jeder einzelne Quader birgt sorgfältiges Handwerk und ein unverwechselbares Stück Arve in sich. Von Menschen produziert, die auf ihre ArvenQuader stolz sind.